| Project team: | Brigitte Temel (Projektleitung) Lucia Delgado Freiberg Isabel Meuser |
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| Funded by: | BM Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – Abt. V/B/3 | |
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| Partner: | Verena Fabris (Beratungsstelle Extremismus – bOJA) | |
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| Duration: | Dezember 2025 – März 2027 | |


Antifeministische Narrative und Haltungen finden aktuell insbesondere bei jungen Menschen Anklang. In Sozialen Medien werden Jugendliche tagtäglich mit antifeministischen Erzählungen und LGBTIQ+ feindlichen, antipluralistischen Ansichten konfrontiert: Sei es in Form der Ideologisierung junger Männer durch negative „Vorbilder“ wie Andrew Tate oder junger Frauen durch die Popularisierung traditioneller Frauenbilder (z.B. sogenannte „Tradwifes” oder „stay-at-home-girlfriends”). Gleichzeitig sind gerade Jugendliche mit multiplen Krisen konfrontiert. In einer Zeit, in der es oftmals an positiven Vorbildern fehlt, stellen diese Trends und Narrative ein Einfallstor in antifeministische Einstellungen oder Weltbilder dar.
Gerade Fachkräften der Offenen Jugendarbeit mangelt es oftmals an Tools und didaktischen Ansätzen, um antifeministischen und LGBTIQ+ feindlichen Äußerungen und Weltbildern entgegenzutreten und mit Jugendlichen hierzu (auch im Sinne der Prävention) zu arbeiten. Das vorliegende Projekt setzt an dieser Problemstellung an.
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung einer Handreichung für Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit, welche unterschiedliche Materialien und didaktische Ansätze zur Verfügung stellt, um in antifeministische und LGBTIQ+ feindliche Narrative und Welterklärungen intervenieren zu können und diese besprech- und reflektierbar zu machen. Im Sinne der Extremismusprävention geht es darum, in der Arbeit mit Jugendlichen Dialogfähigkeit, Ambiguitätstoleranz und Resilienz aufzubauen – angesichts der Popularisierung und Normalisierung von Antifeminismus und LGBTIQ+ Feindlichkeit auf Social Media, kommt hierbei auch kritischer Medienkompetenz eine wesentliche Bedeutung zu.
Um konkrete Bedarfe von Jugendarbeiter:innen in Österreich zu erheben, wird hierzu aktuell eine Fragebogenerhebung durchgeführt.