{"id":2739,"date":"2021-04-27T12:04:46","date_gmt":"2021-04-27T12:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/test-ikf.online\/?page_id=2739"},"modified":"2021-04-27T12:05:22","modified_gmt":"2021-04-27T12:05:22","slug":"1999-begleitstudie-implementierung-bundesgesetz-zum-schutz-vor-gewalt-in-der-familie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/schwerpunkte\/sicherheit\/gewalt\/1999-begleitstudie-implementierung-bundesgesetz-zum-schutz-vor-gewalt-in-der-familie","title":{"rendered":"1999: Begleitstudie zur Implementierung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Gewalt in der Familie"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-atomic-blocks-ab-container alignfull ab-block-container\"><div class=\"ab-container-inside\"><div class=\"ab-container-content\"><div id=\"pl-gb2739-6a0d5cb41d2f3\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-gb2739-6a0d5cb41d2f3-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41d2f3-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-gb2739-6a0d5cb41d2f3-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_media_image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2554\" height=\"10\" src=\"https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF.jpg\" class=\"image wp-image-754  attachment-full size-full\" alt=\"\" style=\"max-width: 100%; height: auto;\" srcset=\"https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF.jpg 2554w, https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF-300x1.jpg 300w, https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF-1024x4.jpg 1024w, https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF-768x3.jpg 768w, https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF-1536x6.jpg 1536w, https:\/\/ikf.ac.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/linie_IKF-2048x8.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2554px) 100vw, 2554px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"color:#ddd\" class=\"wp-block-genesis-blocks-gb-spacer gb-block-spacer gb-divider-solid gb-divider-size-1\"><hr style=\"height:30px\"\/><\/div>\n\n\n<div id=\"pl-gb2739-6a0d5cb41d727\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-gb2739-6a0d5cb41d727-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41d727-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41d727-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-gb2739-6a0d5cb41d727-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<table style=\"height: 100px; width: 100%; border-collapse: collapse;\" border=\"1\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 15.8421%; height: 24px;\">Project management:<\/td>\n<td style=\"width: 84.1578%; height: 24px;\" colspan=\"2\" class=\"translation-block\"><span style=\"font-size: x-large\">Dr. Birgitt Haller<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.8421%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 24.3119%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 59.8459%; height: 24px;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.8421%;\">Implementation:<\/td>\n<td style=\"width: 84.1578%;\" colspan=\"2\">Mag. Dr. Stefanie Mayer<sup>a<\/sup> Helga Amesberger<br \/>\nDr.<sup>in<\/sup> Regina Dackweiler<br \/>\nMag. Dr. Stefanie Mayer<sup>a<\/sup> Brigitte Halbmayr<br \/>\nMag. Dr. Stefanie Mayer<sup>a<\/sup> Barbara Liegl<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.8421%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 24.3119%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 59.8459%;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.8421%;\">Funded by:<\/td>\n<td style=\"width: 84.1578%;\" colspan=\"2\">Austrian Federal Ministry of the Interior<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15.8421%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 24.3119%;\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td style=\"width: 59.8459%; height: 24px;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 15.8421%; height: 24px;\">Completed in:<\/td>\n<td style=\"height: 24px; width: 84.1578%;\" colspan=\"2\">Mai 1999<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"color:#404168\" class=\"wp-block-genesis-blocks-gb-spacer gb-block-spacer gb-divider-solid gb-spacer-divider gb-divider-size-1\"><hr style=\"height:3px\"\/><\/div>\n\n\n\n<div style=\"color:#404168\" class=\"wp-block-genesis-blocks-gb-spacer gb-block-spacer gb-divider-solid gb-divider-size-1\"><hr style=\"height:10px\"\/><\/div>\n\n\n<div id=\"pl-gb2739-6a0d5cb41db04\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-gb2739-6a0d5cb41db04-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41db04-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41db04-0-1\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-mobile-last\" ><div id=\"panel-gb2739-6a0d5cb41db04-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" >\t\t\t<div class=\"textwidget\"><p align=\"justify\">Das Forschungsprojekt setzt an drei unterschiedlichen Ebenen an: Zun\u00e4chst wurden in acht ausgew\u00e4hlten Untersuchungsregionen 1.074 Einschreitungen von Polizei und Gendarmerie bei Gewalt in der Familie im Zeitraum Mai 1997 bis Oktober 1998 quantitativ ausgewertet. Diese Einschreitungen umfassen Streitschlichtungen, Wegweisungen\/R\u00fcckkehrverbote (WW\/RKV) und (teilweise) Strafanzeigen. Damit konnten generalisierbare Aussagen etwa \u00fcber die Sozialdaten der gef\u00e4hrdeten Personen und Gef\u00e4hrder, \u00fcber die genaueren Umst\u00e4nde des Einschreitens oder \u00fcber die H\u00e4ufigkeit von Einstweiligen Verf\u00fcgungen getroffen werden. Parallel dazu wurden in denselben Untersuchungsregionen Interviews mit 25 gef\u00e4hrdeten Personen und sieben Gef\u00e4hrdern durchgef\u00fchrt; nach M\u00f6glichkeit erfolgten nach einigen Monaten Zweitgespr\u00e4che, um l\u00e4ngerfristige Effekte der Interventionen zu erheben. Ziel dieses Untersuchungsschrittes war es, insbesondere die Zufriedenheit mit den gesetzten Ma\u00dfnahmen und deren Nachhaltigkeit zu erheben. Schlie\u00dflich wurden in allen Untersuchungsregionen Interviews mit VertreterInnen der institutionellen Akteure, die in den Interventionsprozess eingebunden sind, durchgef\u00fchrt. Damit sollten die jeweiligen Vorgangsweise und die Interaktionen der verschiedenen Akteure bei der Vollziehung des Gewaltschutzgesetzes deutlich gemacht und einer Bewertung hinsichtlich ihrer Effektivit\u00e4t zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 50px;\"><strong>Datenauswertung<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Durchschnittlich wurde in 52 Prozent aller F\u00e4lle mit einer Streitschlichtung vorgegangen, in 43 Prozent mit WW\/RKV und in 5 Prozent ausschlie\u00dflich mit einer Strafanzeige. Hierbei werden allerdings Unterschiede zwischen den Wachk\u00f6rpern deutlich: Bei der Polizei stehen WW\/RKV und Streitschlichtungen in einem Verh\u00e4ltnis von 3:2, bei der Gendarmerie nur von 1:6.<\/p>\n<p align=\"justify\">Fast die H\u00e4lfte aller Einschreitungen erfolgte bei Ehepaaren, ein Viertel bei Beziehungspartnern. Drei Viertel aller Interventionen betrafen also aufrechte Partnerschaften, zehn Prozent ehemalige Partnerschaften und zehn Prozent Eltern-Kind-Beziehungen. Neun von zehn gef\u00e4hrdeten Personen sind Frauen. Der Gro\u00dfteil von ihnen \u2013 n\u00e4mlich fast zwei Drittel \u2013 ist zwischen 25 und 44 Jahre alt und ist als Arbeiterin oder Angestellte besch\u00e4ftigt (jeweils etwa jede f\u00fcnfte). Etwa jede f\u00fcnfte gef\u00e4hrdete Person ist eine Migrantin, die H\u00e4lfte von ihnen stammt aus Ex-Jugoslawien. In fast jedem zweiten betroffenen Haushalt leben Kinder, die bei rund sechs Prozent aller Vorf\u00e4lle auch direkt bedroht oder angegriffen wurden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Rund neun von zehn Gef\u00e4hrdern sind M\u00e4nner. Sie sind etwa gleich alt wie die von ihnen gef\u00e4hrdeten Personen, jeder zweite ist als Arbeiter bzw. Fach-\/Vorarbeiter besch\u00e4ftigt. Fast jeder f\u00fcnfte ist arbeitslos. Bei WW\/RKV sind sogar 55 Prozent der Gef\u00e4hrder Arbeiter und jeder vierte ist arbeitslos. Fast ein Viertel der Gef\u00e4hrder sind Ausl\u00e4nder; unter ihnen machen Ex-Jugoslawen mit 42 Prozent die gr\u00f6\u00dfte Gruppe aus; T\u00fcrken sind im Vergleich zu ihrem Bev\u00f6lkerungsanteil unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Extrem h\u00e4ufig spielt Alkohol bei diesen Vorf\u00e4llen eine Rolle: Bei jedem dritten Einschreiten war der Gef\u00e4hrder alkoholisiert, bei jedem zehnten die gef\u00e4hrdete Person. In acht Prozent aller F\u00e4lle wurde eine Alkoholisierung beider Konfliktpartner festgestellt. Bei WW\/RKV war sogar in 56 Prozent aller Vorf\u00e4lle der Gef\u00e4hrder alkoholisiert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nur jede zehnte Intervention, aber jede vierte WW\/RKV f\u00fchrt dazu, dass von der gef\u00e4hrdeten Person eine Einstweilige Verf\u00fcgung beantragt wird. Unter den Frauen, die eine EV beantragt haben, sind Arbeiterinnen und Angestellte leicht unterproportional vertreten, Selbst\u00e4ndige\/Freiberuflerinnen, Hausfrauen und Pensionistinnen dagegen leicht \u00fcberproportional. Migrantinnen sind unter den Antragstellerinnen unterdurchschnittlich vertreten. Im Untersuchungszeitraum wurde nur einem Antrag auf EV nicht stattgegeben, allerdings wurden einige noch vor der Beschlussfassung zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bei einem Viertel aller Vorf\u00e4lle wurde die gef\u00e4hrdete Person verletzt. Strafanzeigen wurden vor allem wegen K\u00f6rperverletzung und gef\u00e4hrlicher Drohung erstattet, wobei bei letzteren teilweise keine Erm\u00e4chtigung zur Strafverfolgung erteilt wurde. Fast die H\u00e4lfte aller Verfahren wurde eingestellt, zu einem Drittel ergingen Schuldspr\u00fcche.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wenn Frauen die Gef\u00e4hrderin waren, f\u00fchrten diese Vorf\u00e4lle fast ausschlie\u00dflich zu Streitschlichtungen \u2013 ausschlie\u00dflich in Graz wurden WW\/RKV gegen Frauen verh\u00e4ngt. Ob \u00dcbergriffe von Frauen weniger schwerwiegend als die von M\u00e4nnern sind, oder ob die Exekutive weniger zu schwerwiegenden Ma\u00dfnahmen greift, kann hier nicht beurteilt werden. Frauen hatten in erster Linie Auseinandersetzungen mit ihren M\u00e4nnern, aber auch Konflikte mit M\u00fcttern bzw. T\u00f6chtern waren relativ h\u00e4ufig. Die am st\u00e4rksten vertretene Altersgruppe sind nicht die 30-J\u00e4hrigen, sondern die 50- bis 54-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 50px;\"><strong>Interviews<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Wichtig war f\u00fcr die gef\u00e4hrdeten Personen, dass sich die einschreitenden BeamtInnen bei der Intervention korrekt verhielten, dass sie sorgf\u00e4ltig \u00fcber die Folgen der Ma\u00dfnahmen informiert wurden und dass ihre W\u00fcnsche bez\u00fcglich der zu setzenden Ma\u00dfnahmen ber\u00fccksichtigt wurden. Zufriedenheit mit dem nachhaltigen Ergebnis der Intervention war vor allem dann gegeben, wenn die verh\u00e4ngten Ma\u00dfnahmen nicht die pers\u00f6nlichen Pl\u00e4ne der gef\u00e4hrdeten Person durchkreuzten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Streitschlichtungen wurden in einer Vielzahl der F\u00e4lle von den gef\u00e4hrdeten Personen nicht als probates Probleml\u00f6sungsinstrument angesehen, da diese Ma\u00dfnahme die Gef\u00e4hrder in ihrer Handlungsweise eher best\u00e4rkte bzw. ihnen das Gef\u00fchl vermittelte, dass man ihnen nichts anhaben k\u00f6nne. Ma\u00dfnahmen nach \u00a7 38a SPG brachten im Unterschied dazu gelegentlich eine Signalwirkung mit sich, die entweder den Gef\u00e4hrdern ihr Fehlverhalten verdeutlichte, oder den gef\u00e4hrdeten Personen bewusst machte, dass sie den ohnehin schon in vager Form vorhandenen Wunsch bez\u00fcglich Trennung\/Scheidung vollziehen sollten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Gro\u00dfteil der gef\u00e4hrdeten Personen empfand das Einschreiten der Polizei\/Gendarmerie als akute St\u00fctze und deeskalierend. Gemischtgeschlechtliche Einsatzteams wurden von den gef\u00e4hrdeten Personen tendenziell als unparteiisch erlebt, m\u00e4nnliche einschreitende Beamte dagegen meist als zu ihren Gunsten parteilich und damit unterst\u00fctzend. Manche gef\u00e4hrdete Personen waren allerdings mit dem Verhalten der einschreitenden BeamtInnen nicht zufrieden. Die Beschwerden konzentrierten sich auf die untersuchten Gendarmeriegebiete, wo die kleinr\u00e4umigen Strukturen die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6hen, dass Betroffene und einschreitende BeamtInnen einander zumindest vom Sehen kennen. Die gef\u00e4hrdeten Frauen hatten in diesen Gebieten das Gef\u00fchl, dass sich die m\u00e4nnlichen Beamten auf die Seite der Gef\u00e4hrder stellten und den Frauen zu verstehen geben wollten, dass sie an ihrer Situation selbst schuld seien bzw. dass man ihnen keinen Glauben schenkte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nur wenige Gef\u00e4hrder zeigten Schuldeinsicht. Dies wird ersichtlich durch ihre mangelnde Bereitschaft, Verletzungen zuzugeben, die sie den gef\u00e4hrdeten Personen zugef\u00fcgt hatten. Bei Streitschlichtungen waren die Gef\u00e4hrder zwar teilweise bereit einzugestehen, dass ihnen die Vorf\u00e4lle leid getan h\u00e4tten, aber ein Schuldbekenntnis legten sie nicht ab. In der Folge von Ma\u00dfnahmen nach \u00a7 38a SPG reagierten viele Gef\u00e4hrder zun\u00e4chst w\u00fctend, manche waren aber zumindest einige Tage nach der Intervention bereit, ihre Frauen um Verzeihung zu bitten und dadurch teilweise ihre Schuld einzugestehen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Frauen waren fast durchwegs mit der rechtlichen und psychologischen Betreuung durch die Interventionsstellen \u00e4u\u00dferst zufrieden. Viele Frauen sprachen davon, dass ihre Erwartungen bez\u00fcglich der Beratung und Hilfestellung durch diese Stellen \u00fcbererf\u00fcllt wurden. Auch die Frauenh\u00e4user wurden positiv beurteilt, da sie den Frauen durchwegs den erwarteten Schutz und die erhoffte Sicherheit bieten konnten. Die Betreuung von Migrantinnen durch diese Frauenberatungsstellen gestaltet sich besonders schwierig, weil diese entweder schlecht \u00fcber Interventionsstellen und Frauenh\u00e4user informiert sind oder die Bef\u00fcrchtung haben, dass die Mitarbeiterinnen ihre Situation aus kulturellen Gr\u00fcnden nicht verstehen w\u00fcrden. Diese Probleme weisen darauf hin, dass die Besch\u00e4ftigung von muttersprachlichen Beraterinnen in Frauenberatungsstellen essentiell ist. Die Bewertung der Jugend\u00e4mter durch die M\u00fctter fiel im Vergleich zu den Frauenhilfseinrichtungen etwas schlechter aus, da sich einige Frauen nicht unterst\u00fctzt oder falsch informiert sahen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit dem Gewaltschutzgesetz konnte die Zielvorgabe, die Unterbrechung der Gewaltspirale durch die Entfernung des Gewaltt\u00e4ters sowie die St\u00e4rkung und Unterst\u00fctzung des Gewaltopfers durch die Interventionsstellen, jedenfalls erreicht werden \u2013 dar\u00fcber besteht Konsens bei allen befragten Personen, sei es bei den von Gewalt betroffenen Frauen, sei es bei den VertreterInnen der in den Gewaltschutz eingebundenen Akteure. Neben der erfolgreichen Krisenintervention und St\u00fctzung im akuten Notfall wurde dem Gesetz auch durchg\u00e4ngig eine gesellschaftspolitische Signalwirkung und damit eine wichtige Pr\u00e4ventivwirkung zuerkannt.<\/p>\n<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><div id=\"pgc-gb2739-6a0d5cb41db04-0-2\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"color:#333\" class=\"wp-block-genesis-blocks-gb-spacer gb-block-spacer gb-divider-solid gb-spacer-divider gb-divider-size-1\"><hr style=\"height:100px\"\/><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1561,"menu_order":54,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2739","page","type-page","status-publish","hentry","post"],"featured_image_src":null,"featured_image_src_square":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2739"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2741,"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2739\/revisions\/2741"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ikf.ac.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}