Aktuelles / Termine / Veranstaltungen

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Tätigkeitsbericht 2020/21

Tätigkeitsbericht zum Download: (PDF)

Verpflichtungserklärung

zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zum Download: (PDF)

"If I can’t spray, it’s not my revolution! Global Citizenship Education durch partizipative Graffiti-Workshops mit Mädchen"

Im Jahr 2021 führte das Institut für Konfliktforschung IKF gemeinsam mit dem Demokratiezentrum Wien sowie Judith Laister und Sabrina Stranzl von der Universität Graz das Projekt durch. Das partizipative Projekt kombinierte Workshops zu SDG 5 – Stichwort: globales Problem der Gewalt gegen Mädchen und Frauen als Menschenrechtsverletzung – mit künstlerischen (Graffiti) und Medien-Workshops. Das Workshopkonzept wurde mit drei Jugendzentren in Wien (Mädchenzentrum *peppa), St. Pölten (Steppenwolf) und Graz (Verein mafalda/ Mädchenzentrum Ja.m/ IN:TRA) umgesetzt und an jedem Standort ein Graffiti erstellt.

Das Projekt wurde sehr gut rezipiert und stieß auf reges Interesse, auch seitens der Medien. Daher haben wir uns entschlossen, den Versuch einer Fortsetzung zu unternehmen und Folgefinanzierungen zu akquirieren, um die inhaltlich-künstlerische Auseinandersetzung mit Mädchen und jungen Frauen gegen Gewalt fortzuführen und breiter in Österreich zu verankern.

© Sabrina Stranzl

Homepage zum Projekt: https://www.girls-can.at

Fotos zum Projekt: https://flic.kr/s/aHsmXhQeWq (freie Verwendung, bitte Angabe © Sabrina Stranzl)

Kurzfilm: https://bit.ly/3IoOxEw

Zine: https://bit.ly/3GgWFVW

 

 

neue Studie:


Opferzufriedenheit im Tatausgleich



Studie im Auftrag von NEUSTART


(Download)

 

 

 

 

Stigma ‚asozial‘. Die Verfolgung von Frauen als "moralisch verkommen".

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Elke Rajal in

"Betrifft: Geschichte" 8.–12. Februar 2021 auf Ö1 (Gestaltung: Isabelle Engels, Redaktion: Robert Weichinger)

hier zum Nachhören

Wanderausstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zum Flyer

Neuerscheinungen

Helga Amesberger, Judith Goetz, Brigitte Halbmayr und Dirk Lange (Hrsg.)

Kontinuitäten der Stigmatisierung von ,Asozialität‘
Perspektiven gesellschaftskritischer Politischer Bildung

Ausgangspunkt des Sammelbands ist die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als ,Asoziale‘ stigmatisiert wurden. Anhand dieses Referenzrahmens wird den Kontinuitäten dieser Stigmatisierung in aktuellen Diskursen und Bildern von ,Asozialität‘, ,Arbeitsscheu‘ oder ,amoralischem Lebenswandel' nachgegangen. Es wird die Frage thematisiert, inwiefern aktuelle Debatten über Armut, Bettelei, ‚Sozialmissbrauch‘, Obdachlosigkeit und Migration Anleihen bei historischen Denkmustern nehmen und welchen Beitrag Politische Bildung zur Bearbeitung selbiger leisten könnte. Mit vertiefendem Blick auf aktuelle Abwertungen von Bettler*innen, Sinti*zze und Rom*nja, Behinderte sowie Obdachlose werden die historischen, ideologischen und politischen Hintergründe und Kontinuitäten analysiert sowie Möglichkeiten der Thematisierung im pädagogischen Kontext skizziert. Bestellung (Springer Verlag)

Diesen Sammelband stellten die Herausgeberinnen Helga Amesberger, Judith Goetz und Brigitte Halbmayr am 23. September 2021 im Republikanischen Club in Wien vor. Die Präsentation kann unter diesem Link nachgesehen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=FCwGlHzR_LU

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal

Stigma Asozial
Geschlechtsspezifische Zuschreibungen, behördliche Routinen und Orte der Verfolgung im Nationalsozialismus

Das nationalsozialistische Regime wollte mit seiner Politik gegen als »asozial« stigmatisierte Menschen einen »reinen, arischen Volkskörper« schaffen. Dies betraf vor allem Junge und Arme. In die Umsetzung waren zahlreiche Behörden und Institutionen eingebunden – von der Fürsorge und den Arbeitsämtern bis hin zur Kriminalpolizei. Die mikrohistorische Analyse der Verfolgungspraxis in vier Gauen der »Ostmark« zeigt das Zusammenspiel, aber auch die Handlungsspielräume der einzelnen Behörden und AkteurInnen. Ebenso in den Blick genommen werden die Orte der Verfolgung und die geschlechtsspezifischen Aspekte im Umgang mit als »asozial« abgewerteten Frauen. Zahlreiche Lebensgeschichten geben Einblick in die nationalsozialistische Doktrin sowie die regional-lokalen Praktiken. Sie verdeutlichen die Konstruktionen von »Asozialität« und die individuellen Auswirkungen. Bestellung (Mandelbaum Verlag)

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Simon Clemens

Meine Mama war Widerstandskämpferin
Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation

Junge Frauen im Widerstand werden nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus zu Müttern, die eine neue Generation prägen: Welchen Beitrag zur Demokratisierung haben sie geleistet?

Der organisierte Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird zumeist männlich gedacht – doch auch Frauen betätigten sich: Sie waren nicht unpolitisch und passiv, ihr Widerstand war nicht auf den humanitären Bereich beschränkt. Wer waren diese Frauen? Wie waren sie organisiert? Eindrucksvoll legen die Autorinnen und der Autor anhand von Einzelschicksalen dar, in welche Netzwerke diese Frauen eingebunden waren und wie ihr Widerstand aussah.

In konsequenter Folge wird auch das Weiterwirken untersucht: In Interviews mit Söhnen und Töchtern der Widerstandskämpferinnen werden nicht nur die Auswirkungen der Widerstandstätigkeit auf Mutter und Familie, sondern auch die innerfamiliäre Tradierung von Narrativen sowie politischem Bewusstsein ergründet. Bestellung (Picus Verlag)

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal

»ARBEITSSCHEU UND MORALISCH VERKOMMEN«
Verfolgung von Frauen als „Asoziale“ im Nationalsozialismus

Das Buch thematisiert die rassistisch begründete nationalsozialistische "Volksgemeinschaft" und den Umgang mit den "schädlichen Elementen" innerhalb der eigenen Reihen. Zu diesen "Gemeinschaftsfremden" zählten auch Mädchen und Frauen, die als "arbeitsscheu" oder "moralisch verkommen" galten. Einweisungen in Arbeitsanstalten, Gefängnis- und KZ-Haft wie auch Zwangssterilisationen waren die Folgen. Das Buch zeigt, dass Ausgrenzung, Stigmatisierung und Disziplinierung eine lange Tradition haben, die im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt, nicht aber ihren Endpunkt fand.

Bestellung (Mandelbaum Verlag)

Birgitt Haller, Helga Amesberger

Opfer von Partnergewalt
in Kontakt mit Polizei und Justiz

Wie erleben Gewaltopfer das Handeln von Polizei und Justiz in Zusammenhang mit der strafrechtlichen Verfolgung des Täters? In den Blick genommen werden Unterstützungsangebote und Schutzmaßnahmen zu Beginn der Strafverfolgung bei Anzeigeerstattung, während der Ermittlungsphase durch die Staatsanwaltschaft und bei Gericht. Vorgaben für die Unterstützung von Opfern von Straftaten liefern die EU-Richtlinie 2012/29/EU sowie entsprechende staatliche Regelungen.

Bestellung (StudienVerlag)

 

 

Evaluierung Sexualstraftaten

Der Sicherheitsbericht der Bundesregierung für das Jahr 2016 weist 899 angezeigte Vergewaltigungen aus, mit 850 weiblichen Opfern und einer Aufklärungsquote von rund 80 Prozent. 282 angezeigte geschlechtliche Nötigungen viktimisierten 265 Frauen, die Aufklärungsquote betrug 74 Prozent. Die Struktur der Täter-Opfer-Beziehung zeigt einen besonders deutlichen Unterschied: Während rund 21 Prozent der Vergewaltigungen in "familiären Beziehungen in Hausgemeinschaft" (BMI) erfolgen, spielt dieser Kontext nur bei gut neun Prozent der angezeigten geschlechtlichen Nötigungen eine Rolle. Die Evaluierung widmet sich daher u.a. den Täter-Opfer-Konstellationen, aber auch Entscheidungsgründen für Freisprüche – wie beispielsweise fehlende Zeuginnenaussagen oder die Beweisproblematik, wenn Aussage gegen Aussage stand – und der Rolle der Prozessbegleitung.

Im Zuge einer qualitativen Aktenanalyse wurden insgesamt fünfzig Gerichtsakten erhoben. Einbezogen wurden sowohl Vergewaltigungen sowie sexuelle Nötigungen (§§ 201, 202 StGB) als auch Verurteilungen bzw. Verfahren, die zu einem Freispruch führten. Die Untersuchung erfolgte in den beiden OLG-Sprengeln Wien und Innsbruck, um die beiden Pole des immer wieder konstatierten Ost-West-Gefälles berücksichtigen zu können.


Studie zum Download: (PDF)

 

 


Aktualisierung der Website "ÖsterreicherInnen im KZ Ravensbrück"

www.ravensbrueckerinnen.at oder www.ravensbrückerinnen.at

2013 wurden mit der multimedialen Website die Ergebnisse jahrelanger historischer Forschung zu österreichischen Inhaftierten im KZ Ravensbrück der Institutsmitarbeiterinnen Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr erstmals für eine breite Öffentlichkeit, aber insbesondere für Schulen zugänglich gemacht. Wie bisher ermöglicht die Website eigenständige Recherchen zu und Auseinandersetzung mit den Facetten der nationalsozialistischen Verfolgung von Frauen (und Männern), die Inhalte wurden jedoch nun aktualisiert und stark ausgeweitet. Hintergrundtexte, Biographien, eine rund 2000 Namen umfassende Datenbank, Dokumente und Filme erlauben eine umfassende Beschäftigung mit dem Thema. Im "Lernraum" gibt es Anregungen für eine Vertiefung im Unterricht und für vorwissenschaftliche Arbeiten.

 


CPD Policy Blog-Beiträge



Brigitte Temel: "The Incel Rebellion has already begun!" – Zur Frage, ob Incels Terroristen sind und was zu tun ist

Wer oder was sind Incels? Warum ist es wichtig, sich mit ihnen zu beschäftigen, was macht ihre Ideologie so gefährlich? Und was ist angesichts der steigenden Zahl von Gewalttaten, die von Incels begangen wurden, zu tun?


Viktoria Eberhardt: Niedrige Löhne und höhere Preise

Die alltägliche Re-/Produktion von Weiblichkeit kann teuer sein: Der pinke Rasierer kostet ein paar Cent mehr als der blaue, das Hemd ist billiger als die vergleichbare Hemdbluse, der Deospray Cotton Dry kostet zwar gleich viel wie Cobalt Dry für Männer*, letzterer enthält aber doppelt so viel Inhalt. Gender Pricing bezeichnet die Praxis, vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen für "männliche" und "weibliche" Zielgruppen anzubieten – zu unterschiedlichen Preisen.

 

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