Cleavages in Politik und Gesellschaft

Migrations-/Integrationsforschung

Integrationsimpulse Schwarzatal



Projektleitung und Durchführung: Mag. Franjo Steiner (Interkulturelles Zentrum, Wien)
ProjektpartnerInnen: "ARGE Integrationsberatung", bestehend aus:
Leo Baumfeld (ÖAR-Regionalberatung GmbH, Wien)
Mag.a Dr.in Karin Bischof (Institut für Konfliktforschung)
Mag. Franjo Steiner (Interkulturelles Zentrum, Wien)
Finanzierung:    Gemeinden Ternitz, Wimpassing und Neunkirchen
Landesregierung Niederösterreich
Fertigstellung:    November 2011

Ziel des Projektes "Integrationsimpulse Schwarzatal", an dem sich insgesamt acht Gemeinden aus dem Schwarzatal beteiligten, war es, möglichst konkrete regionale Ansatzpunkte für Integrationsmaßnahmen zu finden, die

  1. sich im Rahmen der Gemeindegespräche ("Sozialraumbegehung") als besonders virulent erwiesen;
  2. gemeinsame Problemlagen und Herausforderungen mehrerer Gemeinden, wie sie aus den Gemeindegesprächen und den
    Erhebungen hervorgehen, behandeln;
  3. an vorhandene Ressourcen, Handlungsspielräume, Erfahrungen und vorhandene Bereitschaft zum Engagement anknüpfen,
    wie sie (u.a.) aus den Gemeindegesprächen und den Ergebnissen der Erhebungen hervorgehen;
  4. Synergieeffekte in der Region nutzen.

Datenerhebungen in den Gemeinden sowie ein "Selbstcheck" bildeten die Basis für eine erste Sondierung und Identifizierung von neuralgischen Punkten. Eine genauere Erfassung sinnvoller und konkreter Anknüpfungspunkte für zukünftige Maßnahmen nach Maßgabe der oben genannten Punkte fand erst im Rahmen der Gemeindegespräche vor Ort statt, unter Einbeziehung möglichst vieler Perspektiven von Personen, die im Praxisfeld angesiedelt waren.

Im Laufe dieses Prozesses wurde – unter maßgeblicher Beteiligung der damit befassten AkteurInnen – für die Handlungsfelder Wohnen, Jugend, Soziales und Bildung jeweils eine konkrete Maßnahme detailliert entwickelt und in mittel- und längerfristiger Perspektive ausgearbeitet. Die Maßnahmen umfassen z. B. ein von drei Gemeinden entwickeltes Konzept für ein Jugendzentrum inklusive Schaffung eines Arbeitsplatzes ebendort – "Arbeitgeberzusammenschluss" dreier Gemeinden), eine regionale Informations- und Imagekampagne zu Bedeutung und Vorteilen von Mehrsprachigkeit und Sprachförderung, die Einrichtung eines regionalen Wohnforums und den Aufbau eines regionalen "Integrations-Kompetenz-Systems".