CPDCCPDC (Conflict – Peace – Democracy Cluster)

Cluster Konflikt-, Friedens-, Demokratieforschung

 

Der Conflict-Peace-Democracy Cluster ist mit Januar 2016 an die Universität Graz übersiedelt. Neben dem Institut für Konfliktforschung gehören ihm als weitere außeruniversitäre Einrichtungen das Demokratiezentrum Wien und das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung an.
Auf der Website des CPDC finden sich neben aktuellen Projekten und Publikationen auch Informationen zum Cluster und den MitarbeiterInnen der jeweiligen Institute.

Link zur Website


Aktuelles

Internationale Sommerakademie an der Friedensburg Schlaining, 8. – 13. Juli 2018

In den letzten Jahren ist die Betätigung zivilgesellschaftlicher, multi- und bilateraler Akteure in der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit in vielen Ländern zunehmend unter Druck geraten – auch in Europa und in konsolidierten Demokratien.

Dabei wird vor allem der Vorwurf externer politischer Einflussnahme zur Rechtfertigung der Beschränkung der Arbeit internationaler und nationaler zivilgesellschaftlicher Gruppen, Nichtregierungsorganisationen und multi- und bilateraler Durchführungsorganisationen herangezogen. Die Palette der Maßnahmen reicht von restriktiveren gesetzlichen Regulierungen über Erschwernisse bei der Finanzierung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten zu Propaganda und Einschüchterung. Oft waren Friedensinitiativen unter den ersten, die von diesen betroffen waren – meist dicht gefolgt von Menschenrechtsorganisationen.

Wie gehen wir mit diesem Phänomen unseres schwindenden Handlungsraums, des "Shrinking Space", um – und inwieweit unterscheiden sich die Ansätze, Strategien und Handlungsoptionen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure im Globalen Norden und Süden? Woher kommt die Repression – und wie kann Misstrauen gegenüber zivilgesellschaftlichem Engagement begegnet werden? Welche Erfahrungen gibt es unter staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren im Hinblick auf Strategien im Umgang mit (repressiven) Regierungen bzw. Gesetzen – und auf welche Erfolge können wir zurückgreifen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich dadurch für uns – und welche Forderungen sollten wir an Politik und Gesellschaft stellen?

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)

International Civilian Peacekeeping and Peace-building Training Programme (IPT)

The IPT is a practically oriented training programme for experts of various professional backgrounds who work – or aim to work – as civilians in crisis management and conflict prevention.

The main objectives of the IPT are to prepare staff for work in conflict prevention and international peace operations, as well as to provide advanced training to strengthen the capacity of staff already on mission. IPT alumni are equipped with solid general preparation, as well as function-specific knowledge and skills for peacekeeping and peacebuilding activities.

The IPT programme consists of a Core Course, as well as various Specialisation and Master Courses. The Core Course (CC) provides participants with basic knowledge and skills required in post-conflict and crisis areas. The course methodology should enhance desirable personal attitudes, stress the importance of active involvement in the host society and promote a reflective and critical approach. Building upon the Core Course and back-to-back with it, IPT offers Specialisation Courses (SC) for function-specific duties in the field. The recently introduced Master Courses (MC) focus on internationally renowned experts utilising their specific fields of expertise in an intensive training programme. A former attendence in an IPT Core Course or a relevant professional field experience is highly recommended for applicants to SC and MC programmes.

IPT Course Calendar 2018, courses offered by Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution (ASPR)

Master Class on Conflict Transformation
15 – 24 June 2018

Master Class on Psychosocial Work and Peacebuilding
29 September – 7 October 2018

Core Course for Peace Builders
28 October – 9 November 2018

Specialisation Course on Governance and Peacebuilding
10 – 19 November 2018

Der CPDC betreibt seit April 2017 gemeinsam mit der Organisation Shabka den CPD Policy Blog, der eine Plattform für die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitisch relevanten Themen bietet.

 

 

 

 

 

 

Entstehung des Clusters (aus dem Tätigkeitsbericht 2011)

Flyer zum Download (Stand März 2012): (PDF)
Plakat zum Download: (PDF)

Eine weiterhin zentrale Frage ist die Sicherheit und Berechenbarkeit der Forschungstätigkeit, auch und gerade im Interesse der MitarbeiterInnen. Die MitarbeiterInnen sind in ihrer beruflichen Existenz am Institut immer nur mit bestenfalls mittelfristigem Horizont abgesichert. Als Ergebnis politischer Weichenstellungen von Seiten des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung wurde 2011 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (IFF-Fakultät) durch Beschlüsse der zuständigen universitären Instanzen der „Konflikt – Frieden – Demokratie Cluster“ eingerichtet. In diesem Cluster wurde das IKF mit dem Demokratiezentrum Wien, dem Österreichischen Studienzentrum für Friedens- und Konfliktforschung Schlaining und dem Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik der Universität Klagenfurt zusammengeführt. In dieser Verbindung behalten die beteiligten Institute ihre eigene Rechtsform, wobei die in einigen Jahren möglichen Festlegungen über die Gestaltung der Tätigkeit im Rahmen der Universität offen sind.

Diese institutionelle Anbindung, die keine räumliche Veränderung für das Institut mit sich bringt, sichert für die kommenden Jahre die vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zur Verfügung gestellte Basissubvention.

Der CPDC entwickelt sich im Zuge eines „bottom up“ Prozesses. In zwei Klausuren (in Wien und in Schlaining) und in mehreren Zusammenkünften eines von allen beteiligten Institutionen beschickten Koordinationsteams (für das IKF ist Birgitt Haller beteiligt) wurden die Möglichkeiten der Vernetzung zwischen den Instituten und die konkrete Einbindung des Clusters in die Universität Klagenfurt diskutiert und entsprechende Schritte auch vereinbart. Dieser Entwicklungsprozess wird von zwei Moderatoren professionell begleitet.

In diesem Verfahren werden auch Aspekte der Finanzierung, der Ressourcen, der Evaluation und der weiteren institutionellen Ausgestaltung besprochen und erste Festlegungen vorgenommen. Im Zentrum stehen aber auch und vor allem wissenschaftliche Projekte, die von allen beteiligten Instituten getragen werden sollen. Bereits geplant sind unter anderem ein „Handbuch zur Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung“ mit einem Zeithorizont von 18 Monaten, die Entwicklung eines Universitätslehrganges (ULG) „Citizenship Education“, die (Mit-) Veranstaltung einer internationalen Konferenz zum Thema Friedensforschung 2013 und ein Forschungsprojekt, das sich mit einer kritischen Einschätzung der österreichischen Friedensbewegung ab 1945 befasst.

Die Beteiligung am CPDC eröffnet dem IKF eine längerfristige Perspektive. Die Kooperation mit drei Instituten, die auch und wesentlich der Didaktik und der wissenschaftlichen Lehre verpflichtet sind, bedeutet, dass schon jetzt die Funktion der Wissenschaftsvermittlung für das IKF eine wachsende Bedeutung bekommen wird – wie etwa die vorgesehene Entwicklung eines Universitätslehrganges mit der weiterführenden Perspektive eines möglichen BA- und/oder MA-Studiums deutlich macht.

Der CPDC, bei den ersten Überlegungen Ende 2010/Anfang 2011 aus der Sicht des IKF zunächst vor allem ein Rettungsanker, der die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung für weitere Jahre garantiert, ist im Laufe von 2011 zu einem Gesamtprojekt geworden, das dem Institut inhaltlich neue Möglichkeiten eröffnet.

 

Frühere Aktivitäten (Link)