Aktuelles / Termine / Veranstaltungen

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Tätigkeitsbericht 2016

Tätigkeitsbericht zum Download: (PDF)

Verpflichtungserklärung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

 

Universität Graz

Montag, 4. Dezember 2017, 18.15 Uhr


Dr. Birgitt Haller, die wissenschafltiche Leiterin des Instituts für Konfliktforschung (Wien), wird eine aktuelle Studie zur sexuellen Belästigung junger ArbeitnehmerInnen in Österreich vorstellen.

Eine Veranstaltung des Instituts für Rechtswissenschaftliche Grundlagen zusammen mit dem Conflict – Peace – Democracy Cluster, dem Zentrum für Soziale Kompetenz, dem Institut für Konfliktforschung (Wien) und dem Forschungsfeld Appropriate Dispute Resolution & Mediation. Eine Veranstaltung der Reihe "Mediation Aktiv".

 

 

 

 

 

 

 

 

 


21.9.2017 – Internationaler Tag des Friedens
HELLWACH. Die lange Nacht für ein Ende der Gewalt an Frauen.

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Der Internationale Tag des Friedens ist auch allen Frauen gewidmet, die von Gewalt betroffen sind.
Das IKF wirkt an der von WAVE – Women against violence Europe und vom AÖF organisierten Kundgebung mit.


Aktuelle Forschungsberichte

SNaP – Polizeiliche und gerichtliche Schutzanordnungen bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen – die Situation von Frauen mit spezifischen Bedürfnissen

Das Daphne III-Projekt, welches unter der Leitung des IKF durchgeführt wurde, fokussiert auf die Wirksamkeit von Schutzanordnungen (z.B. Betretungsverbot und einstweilige Verfügung) bei weiblichen Gewaltopfern mit spezifischen Bedürfnissen. Das Konzept des Einsatzes von Schutzmaßnahmen impliziert, dass die geschützte Person autonom leben und Entscheidungen treffen kann. Wenn diese Fähigkeiten jedoch limitiert sind und das Opfer vom Täter abhängig ist, wird die Begrenztheit dieser Maßnahmen offensichtlich. Für sie kann eine Trennung vom Gefährder unter Umständen sogar zu einer verschlechterten Situation führen, wie z.B. einer Heimunterbringung oder Verlust der Aufenthaltsberechtigung. Es stehen also nicht allen Frauen gleichermaßen dieselben Möglichkeiten zur Verfügung.

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag damit auf der Praxis, wobei die zentrale Frage lautete, ob und inwiefern spezifische Bedürfnisse von der Polizei und Justiz wahrgenommen werden und in welcher Weise darauf reagiert wird. Es galt ebenfalls zu eruieren, welche Faktoren Entscheidungen über die Anordnung von Schutzmaßnahmen bei Opfern mit spezifischen Bedürfnissen beeinflussen. Aus der Opferperspektive wurde analysiert, was sie darin hinderte, Opferschutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen und mit welchen Problemen sie konfrontiert waren, wenn sie sich an die Polizei oder andere Einrichtungen wandten.

Auf Basis der Forschungsergebnisse wurde zudem ein nationales Strategiepapier (Policy Paper) erarbeitet, das Politik, Behörden, Lobbyorganisationen und Opferschutzeinrichtungen für die Wahrnehmung spezifischer Bedürfnisse und die Folgen von deren Missachtung sensibilisieren soll.

Die nationale Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen.

Bericht Österreich       Comparative Report       Policy Paper Austria

Weitere Länderberichte finden Sie auf der Projekthomepage www.snap-eu.org.


INASC – Verbesserte Unterstützung der Opfer von Partnergewalt durch Polizei und Justiz

Ziel des EU-Projekts INASC – gefördert durch die Europäische Kommission/ DG Criminal Justice – war es, mehr über die Situation von Opfern von Partnergewalt in Zusammenhang mit der strafrechtlichen Verfolgung des Täters in Erfahrung zu bringen und besser zu verstehen, wie das Handeln von Polizei und Justiz von ihnen erlebt wird. Untersucht wurden in einem Ländervergleich (Deutschland, Irland, Niederlande, Portugal und Österreich) die wesentlichen Merkmale der Unterstützungsangebote für Opfer von Partnergewalt sowie die Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie Opfer auf drei verschiedenen Ebenen unterstützt und geschützt werden.

Hierfür wurden 70 Akten (der Staatsanwaltschaft Wien bzw. Gerichtsakten) analysiert und Interviews sowie Fokusgruppen mit VertreterInnen von Justiz, Exekutive und Gewaltschutzeinrichtungen geführt. Ergänzend wurden zehn Gewaltopfer zu ihren Erfahrungen befragt. Die Ergebnisse sind im österreichischen Länderbericht zusammengefasst.

Österreich-spezifischer Output des Projekts ist die praxisorientierte Broschüre Opferschutz umsetzen! Bedarfsorientierte Unterstützung der Opfer von Partnergewalt durch Polizei und Justiz, die zur nationalen Umsetzung der sogenannten Opferschutzrichtlinie (Richtlinie 2012/29/EU über die Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten) beitragen soll. Die Broschüre versteht sich in erster Linie als ein Unterstützungsangebot für Polizei, StaatsanwältInnen und RichterInnen.

Report_Legal frame       Report_Austria       Broschüre "Opferschutz umsetzen!"

Comparative Report_legal frame       Comparative Report_findings

Weitere Länderberichte finden Sie auf der Projekthomepage www.inasc.org.


Restorative Justice in Cases of Domestic Violence

Das IKF arbeitet gemeinsam mit dem Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie IRKS am EU-Projekt "Restorative Justice in Cases of Domestic Violence: Best practice examples between increasing mutual understanding and awareness of specific protection needs" (Criminal Justice Programm, JUST/2013/JPEN/AG/5487) mit, das vom Verwey-Jonker Institut in den Niederlanden koordiniert wird. Die nationale Finanzierung erfolgt durch die österreichische Frauenministerin.

Ziel dieses von der Europäischen Kommission finanzierten Projektes ist es, einerseits die Anwendungspraxis von Restorative Justice (RJ) im Fall von familiärer Gewalt zu erheben und andererseits Bedingungen aufzuzeigen, unter denen ein RJ-Ansatz bei familiärer Gewalt möglich und sinnvoll ist. Um dies leisten zu können, ist eine ländervergleichende Untersuchung von best-practice Beispielen geplant. Es sind Interviews mit Opfern und Tätern vorgesehen, aber auch mit ExpertInnen aus Polizei und Justiz sowie mit Einrichtungen, die RJ-Maßnahmen durchführen.

Auf diesen Ergebnissen basierend werden ein "Modell" für die Anwendung von RJ bei familiärer Gewalt, das auf Kriterien für einen RJ-Einsatz, auf Risiken und Chancen eingeht, sowie ein Leitfaden und ein Manual für PraktikerInnen erarbeitet.

Comparative Report I     Comparative Report II

Leitfaden